Ziel dieses Guides
Ein DMX-Universum hat nur begrenzte Kanäle. Wenn man das nicht sauber plant, endet es in: Patch-Chaos, "wir müssen umadressieren" oder "Feature geht nicht mehr" – meistens kurz vor Doors.
1) Universe-Planung in 60 Sekunden
- Universe = Kanal-Pool
- Fixtures belegen Kanäle (je nach Mode)
- Pixel/LED können Kanäle explodieren lassen
Praxisregel: Erst Kanalbudget, dann Zonen, dann Patch-Map.
2) Schritt 1: Fixture-Liste + Mode-Festlegung
- Welche Fixtures?
- Welcher Mode (Basic/Extended)?
- Welche Spezialfunktionen sind wirklich nötig?
Pitfall: "Wir nehmen überall den größten Mode" → frisst Universen ohne echten Mehrwert.
3) Schritt 2: Zonen bilden (Truss/Stage logisch abbilden)
Typische Zonen:
- Stage Left / Stage Right
- Upstage / Downstage
- Floor Package
- FOH Specials
Vorteil: Troubleshooting und Fokus (du weißt, wo welches Universe physisch hängt).
4) Schritt 3: Reserve planen (Pflicht)
Reserve ist nicht Luxus, sondern Produktionsrealität:
- kurzfristige Specials
- Fixture tauschen
- zusätzlicher Strobe/Blind
Praxisregel: Lieber ein Universe sauber halb leer als alles auf Kante.
5) DMX vs Netzwerk (Art-Net/sACN)
Wenn du mehr Universen/Nodes fährst:
- Netzwerk-basierter Output ist meist praktischer
- trotzdem gilt: klare Topologie, fixe IPs, Labeling
6) Dokumentation: Patch-Map, die am Showtag hilft
Minimum:
- Fixture Name
- Universe
- Startadresse
- Position/Zone
Bonus:
- Farbcodes/Zonen
- Backup/Spare Plan
Quick-Checkliste
- [ ] Fixture-Liste + Mode
- [ ] Zonen
- [ ] Kanalbudget pro Zone
- [ ] Reserve
- [ ] Patch-Map (lesbar)
- [ ] Test vor Doors
Fazit
Universen planen heißt: Mode wählen → Zonen → Reserve → Doku. Das ist weniger glamourös als "Looks", aber es ist der Grund, warum eine Show stabil läuft.
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Weitere Insights
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