Überblick
Der Pixelpitch ist der Abstand zwischen zwei Pixeln in Millimetern. Je kleiner, desto feiner das Bild – und desto teurer die Wand. Entscheidend ist, aus welcher Entfernung das Publikum schaut.
1) Die Faustregel: Meter pro Millimeter
- Mindestabstand: etwa 1 m pro mm Pitch – näher dran sieht man einzelne Pixel
- Angenehmer Abstand: etwa 2–3 m pro mm Pitch
- P2,6: ab ca. 3 m, angenehm ab 5–8 m – Keynotes, Messen, viel Text
- P3,9: ab ca. 4 m, angenehm ab 8–12 m – der Allrounder für Bühnen
- P4,8 / P5: ab ca. 5 m, angenehm ab 10–15 m – große Distanzen, Open Air
2) Auflösung: was der Pitch für den Content bedeutet
Bei gleicher Wandgröße hat ein feinerer Pitch mehr Pixel. Beispiel für eine 6 × 3 m Wand:
- P2,6: ca. 2304 × 1152 px
- P3,9: ca. 1536 × 768 px
- P4,8: ca. 1248 × 624 px
Text und Logos müssen auf die echte Pixelzahl ausgelegt werden – bei grobem Pitch lieber große Schriften.
3) Indoor vs Outdoor
- Indoor: feinerer Pitch sinnvoll, Helligkeit eher moderat (zu hell blendet und sieht auf Kamera schlecht aus)
- Outdoor bei Tageslicht: Helligkeit ist wichtiger als 0,5 mm Pitch – Wind, Mechanik und Wetterschutz ebenfalls
4) Kamera und Livestream
- Kameras sehen Moiré und Flimmern, das das Auge nicht sieht
- Bei Livestream oder IMAG: Refresh-Rate, Shutter und Framerate vorher gemeinsam testen
- Bei Nahaufnahmen vor der Wand ist ein feinerer Pitch oft entscheidend
5) Checkliste für die Entscheidung
- Betrachtungsdistanz (erste Reihe / Mitte / hinten)
- Indoor oder Outdoor, Tageslicht?
- Content: viel Text oder Show-Visuals?
- Kamera/Livestream ja/nein
- Rigging/Ground-Support, Aufbaufenster, Strom
Planst du ein Event?
Weitere Insights
- LED Wall Aufbauzeit: Wovon sie wirklich abhängt (Größe, Rigging, Access)
- LED Wall mieten: Kosten pro m² in Österreich – wovon es wirklich abhängt
- Content für LED-Wände: Auflösung, Formate & Pixelmap richtig anlegen